Medizinrad – die vier Elemente in Bezug auf die Richtungen
Und schon geht’s weiter. Malt Euch einen Kreis, setzt die Richtungen drumherum und schreibt Euch in Stichwörtern das, was Euch wichtig erscheint, zu den Richtungen dazu. Natürlich nur, wenn Ihr wollt. Das ist die einfachste Methode, sich mit diesem System bekannt zu machen und zu profitieren.
Kapitel 1:
Dieses Kapitel möchte ich damit beginnen, meinen vielen Lehrern zu danken, die auf sehr unterschiedliche Weise mein Leben und mein Wissen bereichert haben. Inzwischen scheint es wirklich wichtig geworden zu sein, diese Lehren weiter zu geben. Es geht um unseren Planeten. Um Mutter Erde (in einigen Traditionen auch Großmutter genannt).
Aus diesem Grund erlaube auch ich mir, dass, was ich von meinen Lehrern gelernt habe, weiter zu geben. Es dreht sich inzwischen um etwas weit Größeres als um irgendwelche Rechte an irgendetwas, was nicht mehr wichtig sein darf. Mein Ziel: Inspirieren und bewegen.
Also führe ich fort, was ich vor Kurzem begonnen habe und übernehme die Verantwortung dafür. How, ich habe gesprochen.
Die vier Elemente in Bezug auf die Kardinal-Richtungen:
Die vier Elemente und ihre entsprechenden Richtungen. In der Sweet medicine existieren fünf Richtungen, die Mitte wird als eigenständige Richtung angesehen, die als Katalysator dient.
Jede Richtung hat zwei Energiequalitäten. Die helle sowie die dunkle Seite. Wir sprechen z. B. vom „Zerbrechen der dunklen Spiegel“, wenn wir die dunkle Seite erkennen, integrieren können und aus diesem Integrieren eine Energie frei gesetzt wird, die einem selbst und der Erde dient.
Norden: obwohl die Luft überall ist und als Wind aus jeder Richtung wehen kann, haben viele Kulturen der nördlichen Hemisphäre, und nicht nur ein paar Indianerstämme, das Luftelement mit dem Norden assoziiert, weil die Winde aus dieser Richtung am stärksten zu blasen schienen. Sie brachten dieses Element mit dem Geist, mit dem Erhalt von Wissen und Weisheit in Verbindung. Ebenso gut kann aber das Luftelement mit dem Bewusstsein des egoistischen menschlichen Selbst in Verbindung gebracht werden, mit starren Glaubensmustern und unbeweglichen Philosophien.
Bald könnt Ihr wieder eine kleine Achtsamkeitsübung direkt ausführen (Frühling wird’s): wenn warme Winde wehen oder Frühlingsstürme an den Fensterläden rütteln, wenn eine milde Brise ganz sanft Blätter bewegt. Überlegt Euch, welche Arten von Wind Ihr noch kennt. Lehnt Euch  zurück und visioniert!
Osten: Das Feuer, dessen Schein dem der Sonne gleicht, wurde mit dem Osten assoziiert, wie jeden Tag Großvater Sonne im Osten zuerst erscheint. Das Feuer ist zudem, wie der Geist, transformierender Natur und seine Flammen streben nach oben wie die spirituellen Prinzipien und Ideale. Deshalb kann dieses Element mit dem spirituell orientierten Bewusstsein des Höheren Selbst in Verbindung gebracht werden. Aber auch mit Illusion und der Unfähigkeit, seine dunklen Seiten zu integrieren, die dunklen Spiegel zu brechen. Feuer hat die größte transformierende Kraft, genauso wie ein Geist voll Illusion und Selbstwichtigkeit die Welt an den Rand des Abgrundes bringen kann. Aber auch die Visionen, die umgesetzt wurden, veränderten die Welt grundlegend. Erfindung Rad, Beherrschung des Feuers, etc. etc.
Welche Feuer- und Hitzequellen kennt Ihr? Es kann wärmen und zerstören. Was kann es noch? Was würdet Ihr z. B. gerne in’s Feuer werfen, begleitet mit „guten Wünschen“? In welchen Bereichen könnt Ihr Eure Illusionen und Visionen erkennen, (lasst Euch nicht von Euren „Glaubenssätzen” irritieren!!!)? Was ist Eure Vision, für Euch und für die Erde?
Süden: Wasser erfrischt und erneuert und wird mit dem Nährenden und der Verteilung der Nahrung assoziiert. Deshalb wurde es dem Süden zugeordnet, der seinerseits mit schnellem Wachstum und dem Fluss der Gefühle und Emotionen in Verbindung steht. Wasser hat auch Beziehung zum Bewusstsein des verborgenen Selbst. Hier finden wir Vertrauen sowie die Unschuld des kleinen, weisen Kindes in uns. Hier finden wir aber auch Angst, Naivität, statt emotional zu agieren wird emotionell reagiert.
Was kann Wasser alles? Steter Tropfen höhlt den Stein, Wasser ist hartnäckig in der Umformung bestehender Strukturen. Wasser schäumt wild und fließt leis und breit, transportiert Nahrung, ist das Element unserer Herkunft. Was noch? Was passiert, wenn Wasser in seinem Fluss aufgehalten, gestaut wird?
Westen: Das Element der Erde wird dem Westen zugeordnet. Dort geht die Sonne unter, und in der Abenddämmerung werden die Früchte der Mühen des Tages eingesammelt. Dieses Element wird mit dem physischen Körper, den materiellen Dingen und mit dem Bewusstsein des Körper-Selbstes in Verbindung gebracht. Mit all seinen Einschränkungen und Grenzen, die uns persönlich betreffen. Hier finden wir Intuition, Innenschau, Tod. Im dunklen Spiegel finden wir unser Schmerzprogramm der Vergangenheit und Schuldzuweisungen.
Aus Erde wurdet Ihr gemacht, zurück zur Erde geht ihr und dient im Kreislauf des SEINS als Nahrung für die Lebensformen, die Euch vorher als Nahrung zur Verfügung standen. Was erkennt Ihr für Euch? Welche Formen von Erde könnt ihr benennen? Stellt Euch vor, dass sich in einem m³ Erde über eine Million Kleinslebewesen befinden! Wenn die Erde warm genug ist, legt Euch doch mal mit dem Bauch drauf und steckt die Nase hinein, riecht und fühlt die Kraft, die aus ihr kommt. Gebt Euch dieser Kraft hin. Ganz einfach so und spürt ohne irgendetwas erklären oder analysieren zu wollen oder zu müssen.
Mitte: im Zentrum ist die Leere, das schwarze Loch oder der Schoß, aus dem das ALLES WAS IST kommt. Die Leere hat mit allen vier Elementen unmittelbar zu tun. Sie hat auch mit der Energie der offenen Herz-zu-Herz-Kommunikation zu tun. Sie ist der Katalysator, der die anderen Elemente erschafft und sie in Gleichgewicht oder Ungleichgewicht bringt – je nachdem, wie sie verwendet wird. Hier ist der Atem – das Chi – das Prana – sowie alle (heiligen) Menschen und die reine Lebenskraftenergie, die alles Leben und alle Kraft möglich macht. Der menschliche Aspekt im Zentrum ist unsere Sexualität.
Was könnt Ihr in Eurer Schöpfer-Vision alles erschaffen? Aus der Leere unendliche Fülle kreieren? Mit orgiastischer Begeisterung des Gebens und Nehmens – des Schöpfens? Jetzt könnt Ihr wirklich loslegen!!!!! Niemand kritisiert Euch, Ihr seid niemandem Rechenschaft schuldig. Schlechtes Gewissen, Schuld und Scham also emotionale Sklaverei, sind jetzt und überhaupt nie mehr angesagt!!!!
Wenn Ihr wollt, nehmt Euch Zeit, denkt über die „Werkzeuge“ nach, die hier zu finden sind. Ohne Zwang, Druck oder Konsequenzen. Jeder ist verantwortlich für das, was ihm begegnet. Und – es gibt keine Schuld!



















